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 Earnan O'Dougall

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Earnan

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BeitragThema: Earnan O'Dougall   Do März 03, 2016 1:59 am

Suche - Stadt der Milchtrinker
Earnan stand vor den imposanten Toren der Metropole Sturmwind-Stadt und rümpfte seine knollige Nase missbilligend, als er eine der Torwachen betrachtete. Die Kettenrüstung des Soldaten, festgehalten von zahlreichen Lederriemen und verstärkt mit kräftigen Stahlplatten, glänzte in der Sonne. „Seht ihn euch an!“, überlegte er grimmig. „Seine Rüstung glänzt wie der Arsch eines Fohlen nach der Geburt. Einen echten Kampf hat das Jüngelchen noch nicht gesehen. Moosgrün wie ein Waldtroll.“ Er schüttelte seinen Kopf und setzte seinen Weg fort. „Und dann dieser alberne Federbusch am Helm! Die Sonne macht die Südlinge wirklich weich und faul. Wer ein Krieger werden will, muss in einem harten und rauen Klima aufwachsen! Das formt den Körper und den Geist, wie der Hammer es bei einem glühenden Stück Eisen macht.“ So wie es das Arathihochland, seine Heimat, bei ihm gemacht hatte, schoss es ihm noch durch den Kopf. Er war zu einem bärbeißigen und breitschultrigen Mann geworden, mit dicken Muskelsträngen unter der Haut, einem schroffen, kantigen Gesicht, struppigen Vollbart und einer tiefen, dröhnenden Stimme, der man es zutraute, selbst über den allergrößten Schlachtenlärm anzubrüllen. Seine großen Hände hatten Schwielen, wie sich das für einen Krieger gehörte, und seine Haut eine gesunde Farbe, wie man sie einfach erhielt, wenn man die meiste Zeit seines Lebens unter dem freien Himmel verbrachte. Die kupferroten Haare fielen ihm lockig bis zu seiner Brust herab und wurden gewöhnlich, so auch heute, von einem praktischen Zopf gebändigt und nur an festlichen Tagen mal geflochten. Dieses Aussehen, in Verbindung mit seinem sehr selbstsicheren Auftreten, war es, dass seinen Willen oft unerschütterlich erscheinen und ihn Stärke und Vitalität ausstrahlen ließ.

Mit stolzen Schritt betrat er die Grenze zur Stadt. Seine Lederstiefel klackten auf dem weißen Marmorboden und sein Ärger war so schnell verraucht, wie er kam. „Das ist es also, das Tal der Helden, hm.“ Musternd wanderte sein Blick über die fünf Statuen. Danath! Er eilte mit großen Schritten der überlebensgroßen Statue des arathischen Kriegers entgegen. Felsenfest, und das nicht nur im wörtlichen Sinne, stand der Mann da, seinen harten Blick ernst in den Himmel gerichtet, den Bidhänder geschultert, seinen Helm unter der Armbeuge eingeklemmt. „Seit Gründung unseres Imperiums ist der Weg zur Tapferkeit mit dem Blut von Helden getränkt“, las er auf der Tafel, die am Sockel der Statue angebracht war. Geschrieben von ihrem Bergkönig, Thoras Trollbann, der in den Jahren nach dem Dritten Krieg unerwartet gestorben war. Ihr König war kein großer Redner gewesen, tapfere Menschen brauchten schließlich keine schwülstigen Reden, sie brauchten Taten, aber, verdammt, wenn er dann einmal das Maul aufmachte, dann traf er auch das Herz eines jeden Kriegers! Er lief den breiten Pfad des Tals in Richtung Markt weiter und betrachtet mit einem eher beiläufigen Interesse die restlichen Statuen: Kurdan Wildhammer, der Zwerg des Wildhammer-Klans, er hatte ihn im Zweiten Kriegs gesehen, wie er auf seinem Greifen den Tod unter die Grünhäute und Drachen brachte, ein wahrer Krieger, aye!; Khadgar, der Eierkopf, wie er ihn spätestens nach sechs oder sieben Metkrügen nannte, einfach, weil er ein Magier war und Earnan von ihnen nicht allzu viel hielt; Alleria, die Elfe, deren Fähigkeiten als Bogenschützin recht beeindruckend waren, obwohl er Fernkampfwaffen im Grunde als unehrenhaft empfand, weil sie einem die Möglichkeit zum Zweikampf raubten - er ließ ihr aus eher profaneren Gründen einen längeren Blick zukommen; und schließlich Turalyon, einer der wenigen Paladine, für die er so etwas wie Respekt als Krieger empfand, wenn er auch seinen Glauben an das Licht nicht teilte und als hinderlich und weibisch empfand; er selbst besaß einen eher bäuerlichen Glauben an die Geister und Kräfte der Natur, der nahtlos mit einer Art Ahnenkult verschmolz.

Auf dem geschäftigen Markt angekommen beobachtet Earnan das bunte Treiben zwischen den Fachwerkhäusern mit blauen Schindeldächern für eine Weile aus sicherer Entfernung im Schatten. Die meisten Bürger trugen gegen die drückende Sonne des Südens leichte Tuniken und Stoffhosen aus Seide oder Leinen und bunten Schmuck zur Zierde. Er selbst war dagegen gewöhnlich eine Gestalt aus Leder und Pelzen, so, wie man es im kalten, gebirgigen Stromgarde gegen das harschere Klima eben trägt, und abgesehen von einer eberköpfigen Fibel, die einen schweren, pelzbesetzten Wollumhang auf der Höhe seines Schlüsselbeins hielt, trug er auch keinen Schmuck. Seine Waffe war üblicherweise in einer schmucklosen Lederscheide am Gürtel befestigt. Es war eigenartig wie aus den zahlreichen Menschen, Zwergen, Gnomen, Spitzohren und Mannziegen, die eigentlich die Bezeichnung "Draenei" bevorzugten, die ihm aber einfach nicht über die Lippen gehen wollte, ein chaotischer Strom aus Leibern wurde, schlimmer als auf einem Schlachtfeld, der sich um die Stände von Händlern drängte, die brüllend ihre Waren voll exotischer Gerüche und Farben anpriesen und um jede Silbermünze feilschten. Doch er war nicht hier, um die Südlinge wie ein Schaf bei ihren Geschäften zu beobachten, nein. Er war hier, in der Stadt der Milchtrinker, weil er jemanden, oder viel mehr eine Gruppe davon suchte. Callahan, eine Adelsfamilie aus seiner Heimat. Wenn seine Quellen sich nicht geirrt hatten, was sie bisweilen taten, wurden zumindest einige Mitglieder der Sippe zuletzt hier gesehen. Vielleicht waren sie aber auch einfach nur auf der Durchreise gewesen, wer weiß. Earnan seufzte und wischte sich mit einer nachlässigen Geste den Schweiß von der Stirn. Er war ein Kind des Winters und diese Hitze gefiel ihm nicht. „Dann machen wir uns mal auf die Suche, he? Dann kommst'e vielleicht auch schneller wieder in die Heimat, oder noch besser: zu einem Kampf“, ermutigte er sich und stieß sich von der Häuserwand ab, um nun selbst Teil des chaotischen Stroms aus Leibern zu werden.

~~~

Wenn man im Arathihochland nach Hintergrundinformationen zu Earnan und/oder den O'Dougalls sucht, kann man folgendes finden (oder Teile davon):

Auszug aus dem Adelsregister des Königreichs Stromgarde:

Stamm:
Name: Earnan
Sippe: O'Dougall
Titel: Lord
Stand: Landadel
Handwerk: Schmied
Geburtsort: Arathihochland, Morgard, Feste der O'Dougall
Geburtsdatum: <unleserlich> ... 11 Jahre vor dem Ersten Krieg
Volk: Mensch, Arathi

Familie:
Vater: Raghall, Lord von Morgard, †
Mutter: Isla, geb. Dornenfels, Lady von Morgard, †
Geschwister: Kennard, Lord von Morgard, †
Eheweib: [frei]
Kinder: [frei]

Mundpropaganda über die O'Dougalls aus dem Arathihochland:
Das Adelsgeschlecht der O'Dougall gilt seit dem Tod von Kennard O'Dougall, einige Jahre nach dem Dritten Krieg, als untergegangen. Ihre Länderein sind verwaist, ihre Festen leer und unbewacht. Sie zählten einst zu den traditionalistischen Vertretern ihrer Heimat und ihre Sippenmitglieder galten gemeinhin als ehrlich, barsch, bodenständig, unerschütterlich, robust und stets rothaarig. Sie besaßen die recht eigentümlichen Tradition, ihren zweitgeborenen Sohn oder ihre zweitgeborene Tochter ab ihrem fünfzehnten Lebensjahr auzusenden, damit sie als Söldner oder Freischärler an allen möglichen kriegerischen Konflikten in der Welt für die Sippe (und ihre Ahnen) teilnahmen. Earnan war einer dieser Zweitgeborene, weshalb man über ihn im Arathihochland nicht viel mehr weiß, als das er kurz vor dem Zweiten Krieg das Arathihochland verlassen hat und wohl in der Allianz von Lordaeron als Fußsoldat diente.
.........
OOC:
[Ingame]: Earnan
[Klasse]: Krieger
[Gilde]: -
[Level]: 100
Über 18?: Aye!
Erfahrung: 10 Jahre Rollenspiel, viel auf Aldor, aber immer mal wieder auch in den Universen von SW:Tor, ES:O und DSA
Erreichbar: Ingame unter "Earnan" oder eben als PM hier
Sonstiges: Ich hoffe euch hat die kleine Vorstellung von Earnan gefallen! Ansonsten bin ich (kritischen) Anmerkungen gegenüber wirklich immer offen. Was gibt es noch zu sagen? Meine Figuren sind meistens recht bodenständige und einfache Leute, da mir persönlich diese Rollenspiel am meisten Spaß macht und mir das Bling-Bling-Steampunk-High-High-Fantasy-Zeug nicht so sehr liegt. Bei der Darstellung meiner Charaktere, ihrer Geschichte und Umwelt, bemühe ich mich, mich soweit es mir möglich ist an der facettenreiche Lore von Warcraft zu orientieren und lege auf ihre "Einhaltung" wohl auch einen gewissen Wert - so als gemeinsame Spielbasis. Oh, und meine Charaktere neigen wohl oft irgendwie dazu, ganz anders als ich, viel und kreativ zu fluchen, hm. Achja... und ääh... ich bin ic kein Todesritter!!!11

Es grüßt,
- die Steuereinheit von Ear  
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Bärin
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Alter : 27

BeitragThema: Re: Earnan O'Dougall   Do März 03, 2016 9:36 am

Einen guten Morgen wünsche ich hier auch.

Du bist kein Todesritter!!!11? Dann kannst du auch gleich wieder gehen. Razz

Nein, einmal wieder ernsthaft:
Deine Bewerbung gefällt mir soweit wirklich gut, insbesondere auch, dass wir durch den IC-Text einen Einblick bekommen, wie du schreibst und - was noch wichtiger ist - ein Stück weit auch sehen können, welche Wesenszüge dein Charakter mitbringt.
Die Einordnung und Gedanken über seine Familie finde ich auch gut, denn so fällt es gleich leichter, im kommenden Rollenspiel ein wenig einzuflechten, dass man die "Leute" kennt, was auf der Stelle stimmiger wirkt, als sich fremd zu sein.

Gab es denn irgendwelche Kontakte bisher zwischen deiner Familie und den Callahans?
Gibt es Wissen, das du über Eisenfels / die Callahans brauchen könntest?
Dann wende dich ruhig an mich.

Eine einzige Anmerkung habe ich:
Die "Skepsis" gegenüber dem Lichtglauben ist vollkommen in Ordnung, ist jedoch reich vertreten unter den bespielten Charakteren und entstammt oft der "weichen" Darstellung einiger Spieler und nicht dem, wozu Paladine und Priester befähigt und auch verpflichtet sind. Wenn sich das in Maßen hält, ist das sicherlich in Ordnung; einzig zu bedenken ist hierbei, dass Arthur Callahan als Herr über Eisenfels ein Paladin ist.

Ansonsten freue ich mich auf das kommende Rollenspiel, welches dann wohl im Hochland stattfinden wird, da wir uns momentan auf See befinden.
Lass uns doch im Spiel mal darüber reden, wie und wann und wo wir am Besten zueinander finden.

Liebe Grüße!


Edit: Du kriegst meinen 666sten Beitrag hier - das kann nur gut werden.

_________________
Is that how it goes, round and round forever? I ask again, where does it end?
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Can I take a skull to bed with me, to give me comfort in the night?
Will it make me laugh, write me songs, care for me when I am old and sick?

– Ellaria Sand (Game of Thrones) -
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Earnan

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BeitragThema: Re: Earnan O'Dougall   Do März 03, 2016 1:36 pm

Ich wünsche dir nun einen guten Mittag.

Zu deinen ersten Fragen:
Hm. Vermutlich nicht, nein. Die O'Dougalls haben recht zurückgezogen in den Bergen gelebt, im südwestlichen Teil, irgendwo bei der Grenze. Vielleicht ist man sich mal auf gemeinsamen Festen begegnet, dass ist möglich, hat einen Krug Met geteilt oder so. Und sicherlich könnte es auch Kontakt während des Zweiten Krieges gegeben haben. Aber großartigen Handel haben sie nicht getrieben. Neben den Standardprodukten, wie Wolle oder Pelze, haben sie noch manchmal mit Granitsteinen zum Bau gehandelt. Ich glaube aber nichts davon hat Eisenfels wirklich gebraucht. Aber wenn doch, klar, dann könnte man sich auch über Handelsbeziehungen kennen. :-)
Meine Fragen zu Eisenfels sind eigentlich alle durch euren hübschen und übersichtlichen Eintrag im Wiki beantwortet! Na, eine vielleicht... sie haben vermutlich auch Soldaten in den Zweiten Krieg geschickt, he? Da könnte Earnan über einen von ihnen gestolpert und (vermutlich nicht zum ersten Mal) von dem Haus gehört haben, oder? Das könnte ich nur als weiteres Detail in die Geschichte einbauen - nichts besonders oder gar schlimmes, wenn es nicht so ist.

Zu deiner Anmerkung:
Uh, nein, nein. Die Skepsis kommt nicht unbedingt daher, also nicht von den Darstellungen der Paladine/des Lichts durch die Spieler hier auf Aldor. Seine Haltung zu Paladinen/dem Licht basiert auf den Aussagen von Lothar und Khadgar, die sie im Roman Strom der Dunkelheit über besonders fromme Paladine getroffen haben; dass sie gehemmt sein könnten, gewisse (schmutzige) Taktiken einzusetzen. Ich hab's mal als Zitat im Spoiler eingefügt, damit hoffentlich klarer wird, wie ich das meine. Und wenn Arthur nicht gerade zu den besonders frommen/friedfertigen Anhängern des Lichts gehört oder Earnan zu ihm bekehren will, sehe ich da keine ernsthaften Konfliktpunkte. Solange er einem Orc oder Troll die Nase brechen kann, ist alles gut! ;D
ToD, 5:
 

Hm, jemand könnte "Release the Kraken!" brüllen und Earnan springt aus dem Wasser aufs Schiff! Äh, nein, ernsthaft. Wir plaudern dann einfach, wie du schon geschrieben hast, im Spiel noch mal miteinander. Da wird sich schon ein Weg finden. Ich freue mich darauf!

Liebe Grüße,
Ear


Edit: Yaaay! Twisted Evil
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