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 Thomas 'Tom' Vallon

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Tom Vallon

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Anzahl der Beiträge : 23
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BeitragThema: Thomas 'Tom' Vallon   Do Dez 10, 2015 9:55 pm

~~~~~~~~ - Flag - ~~~~~~~~

Name: Vallon
Vorname: Thomas "Tom"
Alter: 38

Von durchschnittlichem Wuchs und stattlicher Statur ist dieser Mann, der sich augenscheinlich dem Zenit an Lebensjahren nähert.

Das Gesicht birgt ein klassisches Profil, zentriert von einer prägnanten, geraden Nase und einem kantigen Kieferknochen, dessen Kontur ein dicht gewachsener, rostbrauner Bart einrahmt, nur eine knappe Nuance dunkler als das kurz geschnittene Haupthaar. Vor allem im Schläfenbereich zeigen sich die Zeichen der Zeit mit beginnender Graumelierung, die sich bis in die ausladenen Koteletten hinunterzieht.

Die hohe Stirn ist in der Waagerechten von einigen ausgeprägten Fältchen durchgraben, die von manch vergangener Sorge erzählen. Ein Eindruck, der sich auch in seinem Blick widerspiegelt, der einem aus einer einer undefinierbaren Melange aus Blau- und Grautönen begegnet.

Die Haltung ist aufrecht und stützt mitsamt der trainiert-konditionierten Bewegungen den Eindruck, der auf einen militärischen Hintergrund schließen lassen könnte - selbst in Momenten, in denen Rüstung oder Bewaffnung fehlen sollten.


~~~~~~~~ - Einblicke:- ~~~~~~~~

"Tommi!"
Seine Mutter stand im Türrahmen der schlichten Hütte, aus deren Inneren das warme Licht der Feuerstelle drang und den Geruch von deftigem Hammeleintopf mit sich trug. Sie schlang das gewebte Schultertuch ein wenig enger um die Schultern, um sich wenigstens leidlich vor der Abendluft zu schützen, die mit eisigen Fingern über die Veranda kroch.
Selbst wenn es durch das Gegenlicht im Dunkeln blieb, konnte er sich jedes Detail ihres Gesichts vorstellen; wie sie die Augenlider leicht zusammenkniff, um in den dunklen Schatten des Landstrichs etwas zu erkennen und die fuchsroten Augenbrauen dicht zusammenschob, wodurch sich die ausgeprägte Mimikfalte dazwischen nur noch tiefer in die Haut prägte. Sie mochte zwar wahrlich nicht mehr zu den Jüngsten gehören, doch legte sich niemand freiwillig mit der Frau des Schafshirten an. Sie war bekannt für ihre spitze Zunge und ihr energisches Auftreten, mit dem sie schon so manch anderen vor den Kopf stieß.
In besonders renitenten Fällen auch mal drauf...

"Tommi!! Ich bin's wirklich leid. Wenn Du nicht SOFORT reinkommst, kannst Du draussen schlafen. Ich steh mir doch hier nicht die Beine in den Bauch und hol' mir den Tod, nur weil Du rumtrödeln musst!"
Ein langgezogenes Seufzen löste sich aus der schmächtigen Brust des Jungen, der seinen Ausguckplatz nur widerwillig verließ und den massigen Findling wieder hinabkletterte. Selbst wenn der fahle Mondschein die Umrisse der Gesteinsvorsprünge nicht beleuchtet hätte, hätte er sie mühelos finden können. Unzählige Male war er dort bereits herumgeklettert und fand blind jede Lücke und jede Unebenheit, an der er sich festhalten konnte. In Erwartung der Schelte grub er die Hände in die Hosentaschen und schlenderte so langsam wie nur möglich zurück zu seinem Elternhaus. Aus dem Inneren drang eine behagliche Geräuschkulisse von klapperndem Besteck und dem Stimmengewirr seiner beiden Geschwister, die sich an Lautstärke gegenseitig zu übertrumpfen versuchten. Instinktiv zog er den Kopf ein wenig zwischen die Schultern, als er seine Mutter erreicht hatte, gesetzt des wahrscheinlichen Falles, dass sie ihm einen tadelnden Klaps auf den Hinterkopf verpassen wollte, selbst wenn sie sich dafür nun schon auf die Zehenspitzen stellen musste, um ihn überhaupt zu erreichen.
Doch stattdessen schüttelte sie schlicht den Kopf, als sie ihren Erstgeborenen mit skeptischem Blick bemaß.
"Immer dieses Rumgeträume. Was soll ich nur mit Dir anfangen, Junge?!"
Er räusperte sich leise, bevor er auf ihre Frage antwortete, schienen seine Stimmbänder doch seit kurzer Zeit ein Eigenleben zu besitzen und nur selten das zu tun, was er von ihnen wollte.
"Gar nichts. Ich werd' Soldat, Ma."

Kurz trafen sich ihre Blicke, ehe er in das einzige Zimmer ging, das die untere Etage der Hütte zu bieten hatte.
Selbst wenn sie zuvor noch darüber klagte, wie kalt es an diesem Abend doch war, so verweilte Misses Vallon noch einige Zeit an der Tür und starrte mißbilligend in die dunkle Ferne. Sie hatte schon lange darauf gewartet, dass er ihr seine Pläne offenbaren würde, die ihn seit Monaten beschäftigten - und mit vielem hätte sie leben können. Dass er nicht in die Fußstapfen seines Vaters würde treten wollen, war jedem klar, der halbwegs bei Verstand war, teilte er doch weder die Leidenschaft für die Tiere, noch für die Arbeit mit ihnen. Mit diesem Ergebnis hatte sie dennoch nicht gerechnet und so schüttelte sie abermals den Kopf, ehe sie die Tür von innen schloss. Fortgetragen vom eisigen Wind kroch ihr Flüstern über die Weiden und das Gestein, gehüllt in den Klang von Kummer und Resignation:
"Ach Tommi...".



~~~~~~~~ - Jahre später - ~~~~~~~~

"He Tom! Rumgeträumt wird hier nicht, das vergrault die Kundschaft."
Ein kleines Grinsen stahl sich auf die Gesichtszüge der Frau, die soeben einen frisch gefüllten Humpen vor dem Mann abstellte und ihm neckend zuzwinkerte. Er blinzelte und lenkte die Aufmerksamkeit zu ihr zurück, um sowohl ihre Worte als auch das Bier mit einem schmalen Lächeln zu quittieren. "Habt Dank, Ella."

Selbst wenn die Stimmbänder schon seit zwei Jahrzenten wieder seinem Willen folgten und der Intonation einen gediegenen Bass verliehen, war er noch immer kein Mann der großen Worte.
Er ergriff mit der behandschuhten Hand den Humpen und trug ihn zum Tisch zurück, wo bereits der Rest des kleinen Trupps zusammensaß und den Feierabend mit Kurzweil feierte.
"... Und .. und ... oh, ich hab' noch Einen! Was hüpft über die Wiese und qualmt?"
Noch ehe überhaupt jemand dazu kam, darauf zu antworten, prustete der Sprecher los:
"Ein Kaminchen!"

Man mag es gleichwohl Alkoholpegel und der Übermüdung zusprechen, dass die restlichen Männer auch angesichts solch flacher Scherze ins lautstarke Gelächter einstimmten und den Schankraum mit einer Kakophonie aus Albernheiten fluteten. Einzig der Rothaarige, der sich mitsamt seines Bieres wieder an seinen Platz setzte, hob nur den rechten Mundwinkel zu einem wagen Schmunzeln, das er in der langsam weichenden Schaumblume ertränkte.
Sein Kamerad neben ihm stieß ihn mit dem Ellenbogen an und rief überschwänglich: "Ah sieh an, da ist ja der Mann der Stunde. Vallon, erzähl noch mal von dem Viech!"
Der Angesprochene verzog keine Miene und wischte sich über den rostbraunen Bart. "Was soll ich da erzählen. War halt ein Bär." Die latente Enttäuschung, dass der andere nicht auf seine Sensationslust einstieg, stand dem Soldaten ins Gesicht geschrieben, als dieser entgeistert in die Runde sah. "Na, aber was für einer! Zweimal so groß wie ein Oger. Und solche Zähne!" Er beschrieb mit den Händen eine Spannweite von guten vierzig Zentimetern, was in begeistertem Beifall und Pfiffen mündete. Während der Trunkenbold also die Geschichte von "Thomas Vallon, dem Bärenschlächter" zum Besten gab, verzog sich dieser zurück in seine eigenen Gedanken und brummte zustimmend wenn es erforderlich war, ohne wirklich hinzuhören.

Ihm tat das Kreuz weh, eben dort wo er gegen den Stamm der Kiefer geprahlt war, als das Tier ihn zurückdrängte und er war so müde, dass nur ein fast schon übermenschlicher Akt an Willenskraft ihn daran hinderte, den Kopf auf die Tischplatte zu legen, um ein Nickerchen zu halten.
Er glaubte noch immer den heißen Atem zu fühlen, dem der Bär ihm schnaufend entgegengestoßen hatte, als seine Klinge durch den dicken Pelz glitt. Und er hatte ihn angesehen, ehe Licht und Leben seinen Körper verließen. Es lag keine Magie in diesem Moment, als die Blicke von Mann und Bär sich begegnet hatten und doch wird er vermutlich den sonderbar weisen Ausdruck in den braunen Augen noch lange mit sich tragen - bis sie brachen.
Aus dem Nebel an Hintergrundgeräuschen drangen Wortfetzen an sein Gehör, die an ihm vorbeizogen, während er schweigend sein Bier trank. "Uh, ja warte - was is' groß. Und rot. Und gefährlich......?"  



~~~~~~~~ - Meta-Infos - ~~~~~~~~

Thomas Vallon stammt gebürtig aus den Ländereien "Eisenfels" und entschied seinen militärischen Lebensweg im Alter von knapp 15 Jahren. Seit der Grundausbildung dient er unter dem Banner Callahans als Soldat, dessen Einsatz vorrangig dem Grenzschutz der Ländereien gilt. Geboren in schlichten Verhältnissen kann man sicher nicht die Gebahren oder Rhetorik eines Edelmannes erwarten, wenngleich ihm durchaus Marnieren beigebracht wurden, die sich unter der ungeschliffenen Schale verbergen. Bedingt durch die geringen äußeren Einflüsse und geprägt von seiner ländlichen Erziehung hängt er stark alten Traditionen nach, selbst wenn manch einer sie für veraltet oder archaisch halten mag. Er gilt unter Bekannten als verschwiegen (in positiver wie negativer Hinsicht), loyal und verlässlich.


~~~~~~~~ - Der Ooc-Teil -~~~~~~~~

Hallo zusammen,
nachdem ich nun schon ein wenig mit Everen im Vorfeld geplaudert habe, um die möglichen Herkunftsfragen des Charakters abzusprechen, komme ich heute endlich zu der versprochenen Bewerbung.
Ich bin ganz verliebt in euer Konzept und die Gildenvorstellung hat es mir aufgrund der Liebe für's Detail sehr angetan, sowohl im Forum als auch im Wiki. Nachdem ich im Sommer ein kleines Wow-Päuschen eingelegt hatte und einige Kontakte und Konzepte weggebrochen sind, hoffe ich bei euch ein neues Plätzchen zu finden.
Auch wenn die Online-Zeit dank baldiger Feiertage, Weihnachtsfeiern und all dem Drumherum zeitlich etwas eingeschränkt ist, würd' ich mich freuen, euch ganz bald im RP kennen zu lernen Wink

Viele Grüße,
Tom
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Bärin
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Alter : 27

BeitragThema: Re: Thomas 'Tom' Vallon   Fr Dez 11, 2015 10:34 pm

Guten Abend

Ich schreibe es gerne auch noch einmal hier:
Eine wirklich sehr gelungene Bewerbung.
Da wir auch schon die letzten Tage im Spiel ein wenig geschrieben haben, sehe ich keinen Grund, dich nicht ins Boot zu holen.

Insofern: - Aufgenommen -

Liebe Grüße
Everen

_________________
Is that how it goes, round and round forever? I ask again, where does it end?
I saw your father die. Here is his killer.
Can I take a skull to bed with me, to give me comfort in the night?
Will it make me laugh, write me songs, care for me when I am old and sick?

– Ellaria Sand (Game of Thrones) -
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Arnian



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BeitragThema: Re: Thomas 'Tom' Vallon   Sa Dez 12, 2015 11:06 am

Eben durchgelesen und für gut befunden! Toller Ausdruck, toller Stil!
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